ABRUZZEN

Die Abruzzen, ein Land, das sich zwischen den Bergen und dem Meer erstreckt, bietet seinem Besucher eine reiche Auswahl an Routen: Kunst, Kultur, Handwerk, Weinkunde und Gastronomie, Kunstwerke, Sehenswürdigkeiten, römische Kirchen und Burgen, antike Nekropolen und Museen, Einsiedlereien und befestigte Dörfer.

Unter den wichtigsten Kunstbeispielen nennen wir die Basilika Santa Maria di Collemaggio in der Nähre von L’Aquila, das Archäologische Nationalmuseum von Chieti und Rocca Calascio.

Die mittelalterlichen Dörfer

Die Abruzzen rühmen sie zahlreicher mittelalterlicher Dörfer, die zu den schönsten von Italien gehören: darunter verweisen wir auf Anversa degli Abruzzi, Carunchio, Guardiagrele, Introdacqua, Pacentro, Pettorano sul Gizio, Santo Stefano di Sessanio und Scanno. Es ist unmöglich, deren Charme zu widerstehen und nicht den Wunsch aufkommen zu lassen, durch Gassen und Straßen von Ortschaften zu gehen, die aus einem anderen Zeitalter zu stammen scheinen.

Weinkunde und Gastronomie

Seit jeher ein Land der großen landwirtschaftlichen Traditionen und der Viehzucht, bieten die Abruzzen eine breite Palette an Düften und Aromen. Wälder, fruchtbare Weiden und Hügel führen zu Produkten, die danach gekonnt von Menschenhand verarbeitet werden, um unverwechselbare und unvergessliche Getränke und Gerichte entstehen zu lassen.

Immer beliebter werden die Weine der Abruzzen, die bereits auf der europäischen Tafel gelandet sind und nicht selten mit wichtigen Auszeichnungen prämiert werden. Dazu gehören der weiße Trebbiano und der rote Montepulciano, die zwischen den Tälern von Pescara und Popoli und  auf den Hügeln von Teramo und Chieti produziert werden. Die gesamten Abruzzen bieten durch ihr mildes Klima und ihre sanften Hügel direkt am Meer, ideale Bedingungen für das Wachstum von starken und gesunden Reben, aus denen Weine mit unverkennbarem Geschmack hervorgehen, mit intensivem Aroma und von einer Sorte, die nicht nur perfekt zu den typischen Aromen der lokalen Küche passt.

Die ersten Gänge der Abruzzen basieren auf hausgemachter Pasta: darunter verdienen eine besondere Erwähnung die „Maccheroni alla chitarra“, quadratische Bandnudeln, die ihren Namen von dem Holzrahmen mit dünnen Stahldrähten haben (die „Chitarra“ = Gitarre), mit dem sie geschnitten werden und der in allen Häusern der Region anzufinden ist. Genauso traditionell ist der „Cardone“, eine Suppe mit Fleischbrühe, Disteln, Eiern und Fleischklösschen.

Und genau das Fleisch spielt eine sehr wichtige Rolle in der Gastronomie der Abruzzen. Besonders verbreitet sind Lamm und Hammel (das erwachsene männliche Schaf), vom Holzkohlengrill oder aus dem Ofen: berühmt und immer sehr geschätzt sind die „Arrosticini“, dünne Spieße aus Schaffleisch, über Holzfeuer oder Holzkohle gegrillt, früher eine typische Mahlzeit der Hirten, die heute von den Bergen bis zum Meer geschätzt und genossen wird!

An der Küste ist das typische Gericht par excellence der “Brodetto”, eine schmackhafte Suppe mit Meeresfrüchten, Garnelen, Tintenfisch, Kabeljau, Meerbarben, Rotbarsch, Meeräsche, Seezunge und Glatthai, angemacht mit Olivenöl, Tomaten, Knoblauch und Chili.

Unter den traditionellen Süßspeisen der Abruzzen verweisen wir auf die typischen Konfetti von Sulmona, die nach antiker Tradition aus dem 18. Jahrhundert produziert werden; der „Parozzo“, eine typische Süßspeise aus Pescara, die von Gabriele D’Annunzio zu Anfang des 20. Jahrhunderts getauft wurden und die „Mostaccioli“ aus L’Aquila.

Die Museen

Die wichtigsten Museen der Abruzzen, die mittelalterliche Werke, archäologische Funde, Werkzeuge der Kultur und der Landwirtschaft, sowie Werke der modernen Kunst ausstellen, befinden sich in Chieti (Archäologisches Nationalmuseum), Pescara (Geburtshaus von Gabriele D'Annunzio; Heimatmuseum „Basilio Cascella“; Museo delle Genti d'Abruzzo), Picciano (Museum der ländlichen Traditionen und Künste) und Sulmona (Heimatmuseum).